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Veranstaltungshinweis: Der Ehrentag zur Feier von 77 Jahre Grundgesetz

Veranstaltungshinweis: Der Ehrentag zur Feier von 77 Jahre Grundgesetz

Der
Ehrentag

Für dich. Für uns. Für alle.

 

Wir feiern 77 Jahre Grundgesetz am 23. Mai 2026 auf dem Marktplatz in Meisenheim von 15.00-20.00 Uhr.

Freut euch auf Musik und Spiele, Infos und Mitmachaktionen zum Grundgesetz, Hörspiel "2044 -  Chronik einer verlorenen Zukunft"
Film mit Gebärdensprache und einem Auftritt unseres eigenen Grünen Chors!

Für das leibliche Wohl ist außerdem gesorgt.

 

Veranstaltungshinweis: Offener Treff des Landesjugendbeirat RLP

Landesjugendbeirat RLP:
»»
Wir kommen nach Bad Kreuznach! 📍🗺️

Vom 9. bis zum 10.05.2026 ist es wieder soweit und unsere Sitzungstage stehen an! 😁Dazu treffen wir uns jedes Mal in einer anderen Stadt in Rheinland-Pfalz und dieses Mal geht es für uns nach Bad Kreuznach.

Diese Möglichkeit wollen wir nutzen, um mit euch in Kontakt zu kommen! 💬 Wir wollen wissen, was dich bewegt und was wir zusammen in RLP ändern müssen, sodass es uns allen besser geht!

Dazu laden wir euch am 10.05.26 ein, um beim Offenen Treff mit uns im Quartierszentrum Soziale Stadt zu quatschen! Für Snacks und Getränke sorgen wir, ihr müsst nur eure Themen mitbringen 😊

Wir freuen uns auf euch! 🙌

Adresse:
Quartierszentrum Soziale Stadt - Pariser Viertel
Planiger Straße 4
55543 Bad Kreuznach
««

Bündnis 90 / Die Grünen - Kreisverband Bad Kreuznach sind weder Veranstalter noch Verantwortlicher für die beworbene Veranstaltung. Bei Fragen und Anregungen wendet euch bitte direkt an @landesjugendbeirat_rlp

Warum wenig Frauen und junge Menschen in kommunalen Gremien sitzen. Ein Kommentar.
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Warum wenig Frauen und junge Menschen in kommunalen Gremien sitzen. Ein Kommentar.

In vielen kommunalpolitischen Gremien finden Sitzungen zu Zeiten statt, die für einen großen Teil der Bevölkerung schwer wahrnehmbar sind. Späte Abendtermine oder Sitzungen am frühen Mittag kollidieren regelmäßig mit Beruf, Kinderbetreuung, schulischen Verpflichtungen und familiären Aufgaben.

Die Folge ist nicht mangelndes Interesse, sondern eine strukturelle Hürde: Menschen müssen sich zwischen Teilnahme und Alltagsverpflichtungen entscheiden

Die Frage ist nicht:
„Wer interessiert sich für Politik?“
Sondern:
„Wer kann sich das gerade leisten?“

Und genau da beginnt das Problem. Wir tun oft so, als wäre Gleichstellung ein Ziel, an dem wir „noch ein bisschen arbeiten müssen“.
Aber ehrlich gesagt: Gleichstellung ist kein Zukunftsprojekt – sie ist längst überfällig. Und trotzdem sind die Strukturen immer noch so gebaut, dass viele Menschen faktisch ausgeschlossen werden.

Wer kümmert sich um Kinder?
Wer übernimmt Pflege?
Wer reduziert Arbeitszeit?
Es sind immer noch überwiegend Frauen.

Und gleichzeitig erwarten wir, dass genau diese Menschen abends in endlosen Sitzungen sitzen, komplexe politische Arbeit leisten und „nebenbei“ Verantwortung übernehmen.
Das ist kein individuelles Problem.
Das ist ein strukturelles Versagen.
Denn so, wie unsere Kommunalpolitik organisiert ist, bevorzugt sie ganz bestimmte Lebensrealitäten – und schließt andere systematisch aus.

Und das müssen wir klar benennen: Das ist nicht neutral. Das ist ungerecht.
Wenn wir das ändern wollen, reicht es nicht, an Symptomen herumzudoktern. Wir brauchen einen echten Perspektivwechsel.
Das heißt: Wir hören auf, Vereinbarkeit als private Herausforderung abzutun. Und fangen an, sie als politische Aufgabe zu begreifen.
Wir stellen nicht mehr die Frage: „Wie schaffen es Einzelne trotzdem?“
Sondern: „Warum machen wir es ihnen so schwer?“

Und dann handeln wir auch entsprechend:
Wir verändern Sitzungsstrukturen radikal – kürzer, flexibler, hybrid.
Wir sorgen dafür, dass Care-Arbeit nicht länger unsichtbar bleibt, sondern mitgedacht und mitfinanziert wird.
Wir akzeptieren nicht mehr, dass Engagement und Ehrenamt ein Zeitluxus sind.
Und wir schaffen Räume, in denen mehr Menschen tatsächlich mitentscheiden können – nicht nur theoretisch.

Denn eine Demokratie, an der nicht alle teilnehmen können, ist keine vollständige Demokratie.
Gleichstellung bedeutet nicht, alle gleich zu behandeln. Gleichstellung bedeutet, ungleiche Voraussetzungen aktiv auszugleichen.
Und ja: Das erfordert Veränderung. Es erfordert, Gewohnheiten zu hinterfragen. 
Und es erfordert, Verantwortung gerechter zu verteilen. Es ist unbequem.

Aber genau das ist unsere Aufgabe.
Nicht irgendwann.
Nicht schrittweise.
Sondern jetzt.

Innenstadt kühlen statt aufheizen - Begehung zur Gebäudebegrünung in Bad Kreuznach

Innenstadt kühlen statt aufheizen - Begehung zur Gebäudebegrünung in Bad Kreuznach


Innenstadt kühlen statt aufheizen - Begehung zur Gebäudebegrünung in Bad Kreuznach

Mittwoch, 11. März, 16:30 Uhr - Treffpunkt Chancenhaus (Mannheimer Straße / Ecke Hospitalgasse)

Bad Kreuznach - Auch wenn der Sommer noch weit weg scheint: In der Bad Kreuznacher Innenstadt werden sich voraussichtlich wieder extreme Hitzetage bemerkbar machen. Aufgeheizte Plätze, wenig Schatten, versiegelte Flächen - das belastet Gesundheit, Aufenthaltsqualität und Handel. Das muss nicht so bleiben.

Deshalb lädt der Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die Landtagswahl, Franz Preis, zu einer Innenstadt-Begehung ein - gemeinsam mit einem unabhängigen Fachmann für Gebäudebegrünung: Alexander Hildebrand.

Ablauf

16:30 - 18:00 Uhr: Begehung der Innenstadt - konkrete Orte ansehen, Potenziale besprechen, Fragen sammeln

ab 18:00 Uhr: kleiner Empfang - Raum für vertiefte Gespräche und Austausch

Eingeladen sind alle Interessierten, insbesondere Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitiker, Unternehmer, Hausbesitzer, Mieterinnen und Mieter sowie alle, die sich eine Innenstadt wünschen, in der man auch an heißen Tagen gern unterwegs ist.

„Hitze ist kein Naturgesetz in der Stadt - sie ist oft das Ergebnis von zu viel Stein und zu wenig Grün. Wenn wir Dächer, Fassaden und Höfe klug begrünen und Entsiegelung ernst nehmen, gewinnen wir Schatten, Kühlung und Lebensqualität - und zwar sichtbar“, sagt Franz Preis.

Fachimpuls: Gebäudebegrünung als Baustein klimaresilienter Städte

Alexander Hildebrand beschäftigt sich mit der Begrünung von Gebäuden und der Integration von Pflanzen in Architektur und Stadtraum. Sein Schwerpunkt liegt auf der Planung und Umsetzung von Fassadenbegrünungen, Dachbegrünungen und Innenraumbegrünungen, die ökologische Funktionen mit gestalterischer Qualität verbinden. Begrünte Fassaden und Dächer können das Mikroklima verbessern, Regenwasser zurückhalten und Biodiversität fördern - und gleichzeitig das Stadtbild aufwerten.

Hildebrand arbeitet mit Architekturbüros, Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern zusammen. Seine Projekte reichen von extensiven und intensiven Dachbegrünungen über fassadengebundene und bodengebundene Fassadenbegrünungen bis hin zu Pflanzenkonzepten für Innenräume und öffentliche Gebäude. Ein besonderes Interesse gilt der Rolle von Gebäudebegrünung in der Stadtentwicklung - als Instrument für klimaresiliente Städte und als Beitrag zu einer nachhaltigeren Baukultur.

Termin auf einen Blick

Was: Begehung der Innenstadt Bad Kreuznach - „Warum Kreuznach grüner werden muss“
Wann: Mittwoch, 11. März, 16:30 - 18:00 Uhr, anschließend kleiner Empfang
Wo: Start am Chancenhaus, Mannheimer Straße / Ecke Hospitalgasse, Bad Kreuznach
Wer: Franz Preis (Direktkandidat) und Alexander Hildebrand (Gebäudebegrüner)
Bildnachweis Alexander Hildebrand

Pressekontakt:
Wahlbüro Franz Preis
0671 200 42 50
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

GRÜNE Frauen: Gleichstellung für mehr regionale Entwicklung vor Ort verankern und finanzieren

GRÜNE Frauen: Gleichstellung für mehr regionale Entwicklung vor Ort verankern und finanzieren

"Wir brauchen Rahmenbedingungen, die es Frauen erleichtern, sich kommunalpolitisch zu engagieren und ein kommunales Mandat zu übernehmen. Das ist ein wichtiger Pfeiler der Gleichstellungspolitik und stärkt die regionale Entwicklung."  Zum Internationalen Frauentag am 8. März fordern Frauen im Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bad Kreuznach die kommunale Politik, die Parteien, sowie Verwaltung und Gesellschaft zum Handeln auf. 
 
"Der Anteil von Frauen in den Räten und Kreistagen liegt seit Jahren bei höchstens einem Drittel. Ebenso sind nur wenige junge Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund in den kommunalen Parlamenten vertreten. So findet ihre Lebenswirklichkeit entsprechend weniger Eingang in die Entscheidungen der kommunalen Ebene, obwohl sie das unmittelbare Lebensumfeld betreffen."
 
Deshalb sollen kommunale Parlamente mehr Rücksicht auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nehmen. Diese Initiative ist auch für die kommunalpolitisch aktiven Männer eine Erleichterung. So können angepasste und abgestimmte Sitzungszeiten die Vereinbarkeit erleichtern. Die Möglichkeit, Sitzungen auch online zugeschaltet zu werden oder sie vollständig online abzuhalten, sind weitere zentrale Schritte, es für mehr Menschen attraktiv zu machen, sich in der kommunalen Politik zu engagieren. Im Hinblick auf die nicht selten längeren Fahrtzeiten, die für Sitzungen der Verbandsgemeinderäte oder des Kreistages erforderlich sind, können solche digitalen Angebote entlastend und motivierend sein. Das gilt auch für junge Menschen, die oft noch nicht so mobil sind, wie es die Sitzungszeiten erfordern. 
 
Gleichstellungspolitik ist ein Instrument zur regionalen Entwicklung. Dazu gehört es auch, kommunalpolitisches Engagement für Frauen, für junge Menschen, kurz für all die, die noch nicht so häufig in Räten vertreten sind, attraktiver zu machen. Je mehr unterschiedliche Sichtweisen in die kommunalen Entscheidungen eingehen und sie tragen, desto stärker werden sie akzeptiert und desto mehr Wertschätzung wird ihnen von den Bürgerinnen und Bürgern entgegengebracht. Das fördert regionale Entwicklung und deshalb sollte Gleichstellungspolitik vor Ort verankert und gefördert werden.
 
Grüne im Wahlkreis 17 und 18 gehen neue Wege: Wahlkampf mit Musik feiert Premiere
Bild: André Kharchenko

Grüne im Wahlkreis 17 und 18 gehen neue Wege: Wahlkampf mit Musik feiert Premiere

Neue Wege gehen, Menschen anders erreichen, Gesprächsanlässe schaffen: Unter diesem Motto haben sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in den Wahlkreisen 17 und 18 für eine ungewöhnliche Aktion entschieden. Um den Wahlkampf zu bereichern, studierte ein Team aus Aktiven mehrere Lieder ein - sie wollen die Menschen auch musikalisch erreichen und begeistern. Für die Proben haben die Grünen mit Hans-Jörg Fiehl zudem einen Profi engagiert, der die Stücke musikalisch begleitet und mit dem Team einstudiert.

Die Premiere fand am 27. Februar 2026 in Meisenheim statt. Bereits am 28. Februar 2026 folgte der nächste Auftritt am Wahlstand der Grünen in der Fußgängerzone Bad Kreuznach. Viele Passant*innen blieben stehen und freuten sich über etwas mehr Musik in der Innenstadt. Ein bisschen mehr Musik, dazu die ersten Frühlingsmomente - das passte zusammen und sorgte für spürbar gute Stimmung.

Mit Liedern wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ spielten die Grünen augenzwinkernd darauf an, dass grüne Politik manchmal „spitz“ ist - unbequem, klar in der Sache, aber mit Humor und Herz vorgetragen.

Initiiert wurde die Idee von Regine Kircher-Zumbrink, Vorstandsmitglied der Grünen Bad Kreuznach. Mit dabei - und ausdrücklich mitsingend - die Wahlkreiskandidaten Lars Medinger (WK 18) und Franz Preis (WK 17).

„Wahlkampf darf auch überraschen - und er soll verbinden“, heißt es aus dem Kreisverband. Die musikalischen Einlagen seien kein Ersatz für Inhalte, sondern ein zusätzlicher Türöffner: für Gespräche, für Begegnungen und für einen Wahlkampf, der nahbar bleibt.

Nächstes Mal zu hören: 14. März 2026, 11:30 Uhr, in der Fußgängerzone Bad Kreuznach.

Statement Lars Medinger (WK 18)

„Politik beginnt nicht erst am Rednerpult, sondern im Alltag der Menschen. Wenn wir mit Musik ein Lächeln auslösen und dadurch ins Gespräch kommen, ist das ein ehrlicher, direkter Zugang. Genau dafür stehen wir: zuhören, ansprechbar sein - und neue Wege ausprobieren.“

Statement Franz Preis (WK 17)

„Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke. Wir zeigen: Politik kann klar und konsequent sein - und trotzdem leicht, menschlich und einladend. Das Mitsingen ist für mich ein Symbol: Wir wollen nicht über die Menschen reden, sondern mit ihnen.“

Franz Preis Liest "Den Bach rauf"

Direktkandidtat Franz Preis liest aus Robert Habeck's Buch "Den Bach rauf". Am 02.03.2026 um 19:00 Uhr im Chancenhaus Bad Kreuznach.

Das Kirner Krankenhaus ist unverzichtbar

Podiumsdiskussion der GRÜNEN Kirner Land bringt neue Einblicke

Engagiert und konstruktiv verlief die Podiumsdiskussion „Medizinische Versorgung – Was braucht Kirn?“ am 23. Januar 2026. „Wir wollen aktuelle Informationen zusammentragen, wie das Kirner Krankenhaus gesichert werden kann“, sagte Vanessa Nick, Vorsitzende des Gemeindeverbands BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte. Sie begrüßte Ellen und Michael Müller von der Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“ (BI) und viele Interessierte, die in den Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Kirner Land gekommen waren, darunter Mitarbeitende des Kirner Krankenhauses. Lars Medinger, Direktkandidat für den Wahlkreis Kirn/Bad Sobernheim, moderierte die Diskussion. Zu Beginn sagte er: „Persönlich halte ich das Kirner Krankenhaus für unverzichtbar. Es ist ein entscheidender Baustein der Daseinsvorsorge in unserer Region.“

 

„Die Gesundheitsversorgung im Kirner Land verdient Aufmerksamkeit“, betonte Thomas Jung in seinem Grußwort. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde erläuterte, dass die VG auch das ambulante Angebot stärke, indem sie die Ansiedlung von Ärzten fördere. So gäbe es jetzt einen Nachfolger für den Kirner Kinderarzt.

Vanessa Nick verwies auf den Brief der BI vom Dezember 2025 an den rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Clemens Hoch. Der Kirner Stadtrat hatte ihn unterstützt. „Die lange bestehende Unsicherheit über das Fortbestehen des Krankenhauses und der Brief mit dem Vorschlag eines Integrierten Notfallzentrums, den auch wir unterstützen, waren der Auslöser für diese Veranstaltung“, erklärte sie.

„Eine Regionalklinik ist kein Krankenhaus“, betonte Michael Müller von der BI „Rettet das Kirner Krankenhaus“ mit Blick darauf, dass eine solche in der Kreuznacher Diakonie, die Träger des Kirner Krankenhauses ist, für möglich gehalten werde.

Er verlas den Brief der BI, in dem ein „Integriertes Notfallzentrum“ für das Kirner Krankenhaus vorgeschlagen wurde, das stationäre und ambulante Strukturen miteinander verzahnt. So könnten Leistungsgruppen und ein stationärer Bereich erhalten werden. Müller bedauerte, dass er bis dato noch keine Antwort erhalten habe. Der Brief war auch an den Ansprechpartner in der Kreuznacher Diakonie und die Kassenärztliche Vereinigung geschickt worden.

 

Rudolf Benz, leitender Oberarzt und Facharzt für Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie im Kirner Krankenhaus, plädierte für den Erhalt bestehender Strukturen. Die brauche man, um die Angebote aufrecht zu erhalten. Hinsichtlich der Kapazität für Operationen etwa oder auch räumlich seien andere Häuser überfordert. Er sprach sich dafür aus, die Last auf kleinere Krankenhäuser zu verteilen. Das Krankenhaus in Kirn brauche die Leistungsgruppen, die es beantragt habe. Nur dann habe es Chancen, Geld zu erwirtschaften. Wörtlich sagte er: „Ich mache meine Arbeit gut, mit großem Erfolg.“ Er forderte einen Sicherstellungszuschlag für das Krankenhaus, auch um Ärzten und Ärztinnen, die nach Kirn ans Krankenhaus kommen, Sicherheit zu bieten, damit sie bleiben würden.

Michael Müller von der BI wies auf einen Widerspruch hinsichtlich des Krankenhauses hin: Die Unverzichtbarkeit des Krankenhauses sei laut Gesundheitsminister aufgehoben. Folge man aber dem Raumordnungsplan, stehe Kirn ein Krankenhaus zu. 

 

„Aber auch Bürger und Bürgerinnen bleiben als Patienten und Patientinnen aus, weil sie nicht wissen, was das Kirner Krankenhaus bietet“, heiß es mehrfach aus dem Publikum. „Wir können rund um die Uhr bei 80 Prozent der Notfälle, die zu uns kommen, helfen, zumindest die Erstversorgung kann gemacht werden“, erklärte Oberarzt Benz.

Es sollte besser über die Leistungsangebote des Kirner Krankenhauses informiert werden, wurde aus dem Publikum vorgeschlagen. Auch die Idee, die Firmen vor Ort aufzufordern, auf den Standortvorteil, der durch das Krankenhaus gegeben sei, deutlich hinzuweisen, traf auf breite Zustimmung. 

„Wir leiten die Fragen, die sich heute ergeben haben, weiter. Über die Antworten werden wir öffentlich informieren“, betonte Lars Medinger zum Abschluss. Josef Winkler, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Landtags Rheinland-Pfalz und in der grünen Landtagsfraktion zuständig für Gesundheit und Pflege war kurzfristig erkrankt und konnte nicht an der Diskussion teilnehmen.

Medizinische Versorgung - Was brauchen Kirn und der ländliche Raum?

Wie kann eine nachhaltige Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum gestaltet werden? – Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, die

am Freitag, 23.01.2026 um 16 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Kirner Land, Bahnhofstraße. 31, in 55606 Kirn

beginnt.

Der Gemeindeverband Kirner Land der GRÜNEN hat dafür Josef Winkler, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags, gewinnen können. Ebenfalls zugesagt haben Ellen und Michael Müller von der Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“. Lars Medinger, Direktkandidat der GRÜNEN für den Wahlkreis 18 Kirn/Bad Sobernheim, wird die Veranstaltung moderieren.

Josef Winkler, der auch Sprecher seiner Fraktion für Gesundheit und Pflege ist, informiert eingangs kurz über die Krankenhausreform und die Aufgaben, die das Land hat. In erster Linie aber ist es ihm wichtig, zuzuhören und sich ein Bild zu machen.

Ziel der Veranstaltung ist es, Standpunkte und Vorstellungen besser kennen zu lernen und mögliche Gemeinsamkeiten auszuloten.

Alle Interessierte sind dazu eingeladen.

 

Simone-Bopp-Schmid kandidiert als erste Frau zur Ersten Beigeordneten

Wir stellen eine mutige Frau in der Kommunalpolitik vor und sind froh, dass sie unserem Gemeindeverband angehört:

Die Spitze der Verbandsgemeinde Rüdesheim liegt bislang allein in Männerhänden. Jetzt hat Simone Bopp-Schmid es gewagt: Sie kandidiert als erste Frau für das Amt der Ersten Beigeordneten. Wir stellen die mutige Kandidatin, die als erste ihren Hut dafür in den Ring geworfen hat, vor.

Simone Bopp-Schmid ist hoch qualifiziert. Sie ist Sportwissenschaftlerin und Sozialwissenschaftlerin. Für betriebliches Gesundheitsmanagement und zur Managerin für Fördermittel hat sie sich weitergebildet. Seit fünf Jahren ist sie Geschäftsführerin einer staatlich anerkannten Landesorganisation für Weiterbildung. Dort verantwortet sie die Strategische Führung, Leitung, Personalmanagement, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und weitere Aufgabenfelder.

Darüber hinaus ist sie seit 2014 parteilose Ortsbürgermeisterin von Burgsponheim. Rund 220 Menschen leben in diesem Ort, der mit 31 weiteren Gemeinden zur Verbandsgemeinde Rüdesheim gehört. Die Dorfscheune, der Burgturm, Straßenbau, die Umgestaltung des Friedhofs und die Renovierung des Gemeindehauses, das jetzt eine moderne Veranstaltungsstätte ist, sind Projekte, die in ihrer Amtszeit initiiert und erfolgreich umgesetzt wurden. Die Menschen in Burgsponheim haben sie 2024 mit 86,7% wiedergewählt.

Ortsbürgermeisterin ist sie als Simone Bopp-Schmid und deshalb bewirbt sie sich auch für das Amt der Beigeordneten als Person, nicht als Vertreterin einer Partei. Sie hat sich deshalb dafür eingesetzt, diese Stelle der ersten Beigeordneten öffentlich auszuschreiben. Sie sagt, dann sei auch eine konkrete Stellenbeschreibung erforderlich, die es jetzt nicht gäbe.

Der Rat hat sich dagegen entschieden. „Somit wissen die Ratsmitglieder eher wenig über die Kompetenzen der Bewerberinnen und Bewerber“, bedauert sie. Seit etwa zwei Jahren ist Simone Bopp-Schmid Mitglied der GRÜNEN, sie ist im Verbandsgemeinderat Rüdesheim und im Kreistag.

Inzwischen gibt es zwei weitere Bewerber für die Stelle des ersten Beigeordneten. Sie werden von den großen Fraktionen im Verbandsgemeinderat unterstützt. Es ist sehr gut möglich, dass die Spitze der Verbandsgemeinde Rüdesheim in Männerhänden verbleiben wird. Mit einer öffentlichen Ausschreibung würden vielleicht weitere qualifizierte Frauen kandidieren, darunter möglicherweise auch die politisch engagierten Frauen, die nicht gefragt werden, ob sie sich auf eine solche Stelle bewerben möchten, vielleicht, weil man sie nicht auf dem Schirm hat.

Wir wünschen Simone Bopp-Schmid alles Gute für die Wahl! Wir setzen uns weiter dafür ein, dass diese Stellen öffentlich ausgeschrieben werden und dass es bald mehr Frauen gibt, die sich darauf bewerben.

Michaela Bögner 12.01.2026

Der Kreisverband in Social-Media