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Straßenschild Ernst-Ludwig-Straße mit rot durchgestrichenem Zusatzschild, das an den Ortsbürgermeister Ernst Ludwig Pies erinnert

Ehrenschild für NS-Gemeindevorsteher Pies entfernt: Umbenennung bleibt unser Ziel

Ein wichtiges Zeichen gegen die Verharmlosung der NS-Zeit: Auf unseren gemeinsamen Antrag mit der SPD hat der Ortsgemeinderat Langenlonsheim am 25. Juni 2026 beschlossen, das Ehrenschild für den früheren Gemeindevorsteher und Nationalsozialisten Ernst Ludwig Pies an der Ernst-Ludwig-Straße zu entfernen. Über dieses Ergebnis freuen wir uns. Für uns ist es aber erst der Anfang.

Warum wir den Antrag gestellt haben

Den Antrag haben wir gemeinsam mit der SPD-Fraktion eingebracht. Er stützt sich auf gründliche Recherche: Wir haben die Rolle von Ernst Ludwig Pies in der NS-Zeit anhand von Quellen im Landeshauptarchiv Koblenz und der bei SPIEGEL veröffentlichten Datenbank früher NSDAP-Mitglieder belegt. Für die Grünen hat unser Fraktionssprecher Karl-Wilhelm Höffler diese Belege im Rat vorgetragen. Seinen Redebeitrag dokumentieren wir im Wortlaut:

Wir, Mehmet Bekdemir und ich, haben uns die Begründung für den gemeinsamen Antrag aufgeteilt.

In Langenlonsheim gibt es zwei Straßen, die an ehemalige Ortsbürgermeister erinnern, die Schmittstraße und die Ernst-Ludwig-Straße. Die eine bezieht sich auf den Ortsvorsteher Johann Schmitt, die andere auf den Ortsvorsteher Ernst-Ludwig-Pies. Unter beiden Straßenschildern hat die Ortsgemeinde ein kleines Schild angebracht, das einen ehrenden Bezug zu diesen Personen herstellt.

Der eine von beiden hat das verdient: Johann Schmitt, der sein Vermögen der Ortsgemeinde vermacht hatte, um ein konfessionsübergreifendes Krankenhaus zu errichten. Leider konnte dieser Plan durch die Inflation der 1920er Jahre nicht umgesetzt werden.

Der andere hat diese Ehrung nicht verdient: Ernst Ludwig Pies, Bürgermeister von 1924 bis 1942. Er trat am 1. Dezember 1930 in die NSDAP ein und war damit einer der ersten 6 NSDAP-Mitglieder mit Bezug zu Langenlonsheim. Das sagt die bei SPIEGEL-online veröffentlichte Datenbank. Er war also einer der Gründer der NSDAP-Ortsgruppe in Langenlonsheim und durch sein Amt in der Lage, für seine Partei zu werben. Im Landeshauptarchiv Koblenz gibt es Unterlagen, die ihn als den „Trommler von Mittelrhein" bezeichnen. Ab 1932 gehörte er über vier (damals kurze) Wahlperioden dem Reichstag an. Er gehörte damit zu den Personen, die dazu beitrugen, die Weimarer Republik zu Grunde zu richten und die Demokratie in Deutschland zu beseitigen. Er hat es nicht verdient, dass er durch ein ergänzendes Schild zum Straßennamen im öffentlichen Raum geehrt wird.

Deshalb treten wir mit diesem Antrag dafür ein, das ehrende Schild zu entfernen. Die Grünen haben in der Vergangenheit klar Position bezogen: Diese Straße sollte umbenannt werden. Aber als ersten Schritt sollte das ehrende Andenken von dem Straßenschild entfernt werden.

Als in den vermutlich 1950er Jahren die Straße ihren Namen bekam, war schon damals mit ziemlicher Sicherheit ein Schamgefühl mit im Raum, als der Gemeinderat abstimmte. Denn es hat ja seinen Grund, dass bei diesem Straßennamen der Nachname weggelassen wurde. Ein völlig unübliches Verfahren bei Straßenbenennungen. Es war allen damals schon klar, für was Ernst-Ludwig Pies stand. Ich würde mir wünschen, dass etwas von diesem Schamgefühl hinsichtlich der Benennung einer Straße nach einem Ortsbürgermeister, der Mitglied und Förderer der NSDAP war, auch heute noch im Rat vorhanden ist.

Vielen Dank!

Die Entscheidung im Rat

Der Antrag war umstritten. Auch die SPD stand klar dahinter: Ihr Fraktionsvorsitzender Mehmet Bekdemir erinnerte daran, dass Pies mitgestimmt habe, „Menschen zu verfolgen". Aus der CDU kam Widerspruch, und einzelne Stimmen gaben zu bedenken, dass Pies' Amt als Gemeindevorsteher ein Teil der Langenlonsheimer Geschichte sei. Am Ende stimmte der Rat mit 7 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung für die Entfernung des Schildes. Wir sind froh, dass eine Mehrheit diesen Schritt mitgetragen hat, und danken allen, die dafür gestimmt haben. Über die Sitzung berichtete auch der Öffentliche Anzeiger unter dem Titel „Pies-Schild in Langenlonsheim soll weg" (Bericht: Dieter Ackermann).

Für uns bleibt es der erste Schritt

So sehr wir uns über die Entfernung des Schildes freuen: Damit ist es für uns nicht getan. Ein Straßenname ist eine Ehrung. Diese Ehrung hat sich ein Mann, der die NSDAP-Ortsgruppe mitbegründet und als Reichstagsabgeordneter am Ende der deutschen Demokratie mitgewirkt hat, nicht verdient. Deshalb treten wir weiter dafür ein, die Ernst-Ludwig-Straße umzubenennen.

Dass wir mit dieser Haltung nicht allein sind, zeigt eine Zuschrift an den Öffentlichen Anzeiger. Leser Roland Bonaventura schreibt:

Ein Schandfleck wird beseitigt!

Endlich scheint der Gemeinderat die früheren falschen Entscheidungen seiner Vorgänger/innen zu korrigieren. Nicht nachvollziehbar war für mich schon immer, warum man der Straße nur den Vornamen (Ernst-Ludwig) gegeben und den Nachnamen Pies weggelassen hat.

Die Entfernung des Zusatzschildes, welches nur dessen Amtszeit enthält, darf nur die erste Maßnahme sein. Meines Erachtens muss in letzter Konsequenz die Straße gänzlich umbenannt werden.

Straßennamen für Personen sind Ehrbezeichnungen. Diese hat sich der nachweislich stramme Nationalsozialist Pies nicht verdient. Hat er doch unter anderem im März 1933 im Reichstag auch mit seiner Stimme dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt und somit die Demokratie abgeschafft.

Die Äußerungen aus dem Gemeinderat, dass Pies tatsächlich Gemeindevorsteher war, würde konsequent weitergedacht bedeuten, dass man alle Orte, welche nach Adolf Hitler benannt wurden, auch nicht umbenennen müsste, da er ja auch Reichskanzler war……..

Diese Stimme aus der Bürgerschaft bestärkt uns. Das Ehrenschild fällt, und das ist ein guter Tag für die Erinnerungskultur in Langenlonsheim. Wir bleiben dran, bis aus diesem ersten Schritt die Umbenennung der Straße geworden ist.

 Verkehrsschild einer Tempo-30-Zone an der Kreuznacher Straße Ecke Lindelstraße in Guldental

Weitere Tempo-30-Zone in Guldental

Jetzt hängen die Schilder, die das Wohngebiet zwischen der Kreuznacher Straße und dem Guldenbach in Guldental als Tempo-30-Zone ausweisen.

Im Sommer 2025 starteten zwei Anwohnerinnen eine Unterschriftensammlung mit der Forderung nach einer Tempo-30-Zone in ihrem Wohngebiet, um die Sicherheit und die Lebensqualität zu verbessern. Die Initiative fand große Unterstützung in der Bevölkerung. Die Unterschriften wurden noch im Laufe des Sommers 2025 an den Ortsbürgermeister übergeben.

Auf Antrag der GRÜNEN-Fraktion beschloss der Ortsgemeinderat am 29. Juli 2025 mit knapper Mehrheit die Einrichtung einer Tempo-30-Zone für das Wohngebiet. Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit zwischen der Verbandsgemeindeverwaltung und der Ortsgemeindeverwaltung.

Dazu erklärt Karl-Wilhelm Höffler, Sprecher der GRÜNEN in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg:

„Das Beispiel der engagierten Guldentaler Bevölkerung zeigt: Engagement vor Ort in der eigenen Gemeinde lohnt sich. Wenn sich viele Bürgerinnen und Bürger zusammenschließen und eine solche Initiative anschließend im Ortsgemeinderat umgesetzt wird, können die Lebensqualität und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen deutlich verbessert werden.“

Verkehrsschild einer Tempo-30-Zone an der Kreuznacher Straße Ecke Auf dem Wörth in Guldental
Foto: PiA Müller
Verkehrsschild einer Tempo-30-Zone an der Kreuznacher Straße Ecke Lindelstraße in Guldental
Foto: PiA Müller

v. i. S. d. P.:
Karl-Wilhelm Höffler
Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ortsverband Guldenbachtal, Sprecher
28. Juni 2026

Tobias Helfenstein im Wald
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Herzlichen Glückwunsch an Tobias Helfenstein – unserem „Förster des Jahres 2026“!

Die Grünen Kirner Land und die Grünen Bad Kreuznach gratulieren Tobias Helfenstein von ganzem Herzen zur Auszeichnung als „Förster des Jahres 2026“, die ihm gestern in Berlin im Rahmen des Deutschen Waldpreises verliehen wurde. Wir sind unglaublich stolz, dass diese besondere Ehrung an einen Förster aus unserer Heimat geht. 💪🏻

Tobias Helfenstein betreut seit 2021 das Forstrevier Kirn und steht für eine moderne, nachhaltige und bürgernahe Forstwirtschaft. Sein Engagement für den Naturschutz, den klimaangepassten Waldumbau, die enge Einbindung der Bevölkerung sowie seine verständliche Vermittlung der Bedeutung unserer Wälder haben ihn weit über die Region hinaus bekannt gemacht. Die Jury würdigte ihn insbesondere als Bindeglied zwischen Wald und Menschen – eine Aufgabe, die er mit großer Leidenschaft und Fachkompetenz erfüllt.

Mit seiner Arbeit ist Tobias Helfenstein ein hervorragender Botschafter für unsere Region. Er zeigt eindrucksvoll, wie verantwortungsvolle Waldwirtschaft, Natur- und Klimaschutz sowie der Dialog mit den Menschen Hand in Hand gehen können. 🤝🏻💚

Wir freuen uns ganz besonders, dass ein so engagierter Förster aus dem Kirner Land diese bundesweite Anerkennung erhalten hat und unsere Heimat sowie den Raum Bad Sobernheim und den Landkreis Bad Kreuznach auf diese Weise hervorragend repräsentiert.

Lieber Tobias Helfenstein, zu dieser großartigen Auszeichnung gratulieren wir herzlich und wünschen dir weiterhin viel Erfolg, Freude und Tatkraft für deinen wichtigen Einsatz zum Schutz unserer Wälder! 🌲🌳

Waldbrand zeigt: Klimaschutz ist nicht optional

Waldbrand zeigt: Klimaschutz ist nicht optional

Hitzewelle zeigt Handlungsbedarf, Klimaanpassung ist keine Ideologie, sondern Verantwortung

Extremwetter ist längst keine Ausnahme mehr. Gerade der Kreis Bad Kreuznach gehört zu den wärmsten und zugleich regenärmsten Regionen Deutschlands. Die Folgen sind bereits heute spürbar, für die Gesundheit der Menschen, für unsere Natur, für die Landwirtschaft und den Weinbau sowie für die kommunale Infrastruktur.

Es ist keine Zeit mehr für ideologische Debatten. Der Klimawandel mit all seinen Folgen ist längst Realität. Wir müssen uns so aufstellen, dass wir mit Hitze, Dürre und Starkregen besser umgehen können.
Wir fordern deshalb, Hitzeschutz und Klimaanpassung zu kommunalen Schwerpunktaufgaben zu machen. Dazu gehören unter anderem ein wirksamer Hitzeaktionsplan nach dem Vorbild von Städten wie Worms, öffentliche Trinkwasserangebote, mehr Schatten und Begrünung im öffentlichen Raum sowie der Schutz besonders gefährdeter Menschen.

Darüber hinaus müssen Städte und Gemeinden konsequent in die Zukunft investieren. Mehr Bäume an Straßen, Schulen und Spielplätzen, die Entsiegelung versiegelter Flächen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie sogenannte „Schwammstadt“-Konzepte helfen dabei, Hitze zu reduzieren und Regenwasser dort zu speichern, wo es fällt. 

Der Waldbrand in Traisen zeigt zudem, wie wichtig ein leistungsfähiger Katastrophenschutz und eine gute Vorbereitung auf Extremereignisse sind. Unser Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen für die Sicherheit der Menschen sorgen. Gleichzeitig müssen wir die Erfahrungen aus solchen Ereignissen nutzen, um den Schutz unserer Wälder, unsere Vorsorgekonzepte und die Zusammenarbeit aller Beteiligten weiterzuentwickeln. 

Dazu braucht es verstärkte Investitionen in den Hochwasserschutz. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich lange Trockenphasen und Starkregenereignisse immer häufiger abwechseln. Deshalb müssen Rückhalteflächen gesichert, Gewässer renaturiert und die kommunale Infrastruktur besser auf Extremwetter vorbereitet werden.

Klimaanpassung schützt Menschen, sichert unsere Lebensgrundlagen und stärkt langfristig unsere Heimat. Sie ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in die Zukunft. Wer heute vorsorgt, verhindert morgen größere Schäden und spart langfristig hohe Folgekosten.

Wir sehen darin eine Gemeinschaftsaufgabe, die über Parteigrenzen hinausgeht. Der Schutz der Bevölkerung, unserer Natur und der regionalen Wirtschaft sollte alle politischen Ebenen verbinden. Denn die Folgen des Klimawandels machen keinen Unterschied zwischen politischen Überzeugungen – sie betreffen uns alle. Jetzt ist der Zeitpunkt, entschlossen zu handeln

Verschiedene Kirschsorten in Körben auf einem Tisch, daneben Bücher über alte Obstsorten und Steinobst im Mittelrheintal

GRÜNE auf den Streuobstwiesen in Guldental

Die GRÜNEN im Guldenbachtal haben auf Einladung der BUND-Gruppe Guldental die Streuobstwiesen rund um Guldental besucht. Hans Faus führte die Gruppe durch die umfangreichen Obstflächen und informierte über Baumpflege und fachgerechten Baumschnitt – ein Vorzeigeprojekt für den Erhalt der Kulturlandschaft.

„Es ist großartig zu sehen, wie umfangreich die Streuobstflächen rund um Guldental sind und mit welchem Engagement sie gepflegt werden. Ein solches Projekt wäre ohne den ehrenamtlichen Einsatz der örtlichen BUND-Gruppe und die Unterstützung der Ortsgemeinde nicht möglich."

Besonders beeindruckten die reifen Kirschen der vielen unterschiedlichen Sorten. Hans Faus erläuterte dazu:

„Die dunkelsten Kirschen sind nicht unbedingt die süßesten. Jede Kirschsorte hat ihren ganz eigenen Charakter."

Zum Abschluss bedankte sich Karl-Wilhelm Höffler für die Führung:

„Wir sind sehr froh, dass es in unserer Verbandsgemeinde Menschen wie Hans Faus und die BUND-Gruppe gibt, die sich mit großem ehrenamtlichem Engagement für den Erhalt und die Pflege unserer Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen einsetzen. Das, was in Guldental aufgebaut wurde, kann als Vorbild für die Pflege von Ausgleichsflächen in anderen Gemeinden dienen. Wichtig ist dabei auch die Unterstützung durch die Ortsgemeinden. Die GRÜNEN werden sich weiterhin für Streuobstanpflanzungen und die Pflege von Streuobstflächen einsetzen."

Hans Faus erläutert der Gruppe die Guldentaler Streuobstwiesen
Foto: Karl-Wilhelm Höffler

v. i. S. d. P.:
Karl-Wilhelm Höffler
Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ortsverband Guldenbachtal, Sprecher
25. Juni 2026

v.l.n.r.: Horst Hose, Sandra Schubert, Vanessa Nick, Michael Juraß
v.l.n.r.: Horst Hose, Sandra Schubert, Vanessa Nick, Michael Juraß

Gemeindeverband Kirner Land wählt neuen Vorstand

Am 12. Mai 2026 kamen die Mitglieder des Gemeindeverbands Kirner Land von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zusammen, um turnusgemäß einen neuen Vorstand zu wählen.

Zu gleichberechtigten Vorsitzenden wurden Vanessa Nick aus Heimweiler und Sandra Schubert aus Meckenbach gewählt. Horst Hose aus Kirn wurde als Schatzmeister erneut in seinem Amt bestätigt. Als Beisitzer:innen gehören künftig Gabriele Deveaux aus Kirn und Michael Juraß aus Hennweiler dem Vorstand an.

Mit der Wahl setzt der Gemeindeverband auf Kontinuität und frische Impulse zugleich: Ein Großteil des Vorstands wurde in seinem Engagement bestätigt. Der neue Vorstand möchte an die aktive Arbeit des vergangenen Jahres anknüpfen und sich weiterhin mit Nachdruck für eine ökologische, soziale und zukunftsfähige Entwicklung des Kirner Landes einsetzen.

Besonders am Herzen liegen dem Gemeindeverband starke und verlässliche Strukturen vor Ort – von einer guten Gesundheits- und Daseinsvorsorge bis hin zu lebenswerten Gemeinden, die für Familien, junge Menschen und ältere Generationen gleichermaßen Perspektiven bieten. Dabei verstehen sich die Grünen im Kirner Land als engagierte Stimme für nachhaltige Lösungen und einen offenen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Menschen aus dem Kirner Land, die sich politisch engagieren möchten, sind herzlich dazu eingeladen, mitzuwirken.
Der Gemeindeverband freut sich auf die kommenden Aufgaben und darauf, grüne Politik im Kirner Land weiterhin sichtbar und aktiv mitzugestalten.

Mitglieder der GRÜNEN in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg bei der Mitgliederversammlung

GRÜNE Landtagsfraktion informiert vor Ort

„Die Landtagswahl hat zu einer CDU/SPD-Landesregierung geführt. Die GRÜNEN sind Teil der Landtagsopposition geworden. Das sehen wir als Herausforderung und Chance zugleich.“

In einer gut besuchten Mitgliederversammlung der GRÜNEN in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg erläuterte Lisett Stuppy, grüne Landtagsabgeordnete, die Strategie ihrer neuen Landtagsfraktion.

„Unsere Chance besteht darin, in der Fläche des Landes präsent zu sein und die Bedürfnisse der Regionen authentisch im Mainzer Landtag vertreten zu können. Die grüne Politik in der neuen Wahlperiode soll vor allem den Alltag der Menschen erleichtern und bürgernahe Themen aufgreifen: Bildung, öffentlicher Personennahverkehr, regionale Gesundheitsversorgung sowie die Inklusion von Menschen mit Krankheit und Behinderung in das öffentliche Leben. Klimaschutz, Umweltschutz und die Integration geflüchteter Menschen bleiben weiterhin zentrale Themen der GRÜNEN.“

Karl-Wilhelm Höffler, Sprecher der GRÜNEN im Guldenbachtal und Mitglied des Ortsgemeinderats Langenlonsheim, ergänzte:

„Die aktuelle Situation bietet uns GRÜNEN in den Kommunen die Chance, unsere Anliegen ungefiltert von Koalitionsverpflichtungen in den Mainzer Landtag einbringen zu können. Eine grüne Partei in der Opposition kann regionale Themen durch Landtagsanfragen und in den Ausschüssen des Landtags gezielt zur Sprache bringen. Wir GRÜNE im Guldenbachtal werden diese Chance nutzen.“

v. i. S. d. P.:
Karl-Wilhelm Höffler
Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ortsverband Guldenbachtal, Sprecher
7. Juni 2026

Veranstaltungshinweis: Der Ehrentag zur Feier von 77 Jahre Grundgesetz

Veranstaltungshinweis: Der Ehrentag zur Feier von 77 Jahre Grundgesetz

Der
Ehrentag

Für dich. Für uns. Für alle.

 

Wir feiern 77 Jahre Grundgesetz am 23. Mai 2026 auf dem Marktplatz in Meisenheim von 15.00-20.00 Uhr.

Freut euch auf Musik und Spiele, Infos und Mitmachaktionen zum Grundgesetz, Hörspiel "2044 -  Chronik einer verlorenen Zukunft"
Film mit Gebärdensprache und einem Auftritt unseres eigenen Grünen Chors!

Für das leibliche Wohl ist außerdem gesorgt.

 

Veranstaltungshinweis: Offener Treff des Landesjugendbeirat RLP

Landesjugendbeirat RLP:
»»
Wir kommen nach Bad Kreuznach! 📍🗺️

Vom 9. bis zum 10.05.2026 ist es wieder soweit und unsere Sitzungstage stehen an! 😁Dazu treffen wir uns jedes Mal in einer anderen Stadt in Rheinland-Pfalz und dieses Mal geht es für uns nach Bad Kreuznach.

Diese Möglichkeit wollen wir nutzen, um mit euch in Kontakt zu kommen! 💬 Wir wollen wissen, was dich bewegt und was wir zusammen in RLP ändern müssen, sodass es uns allen besser geht!

Dazu laden wir euch am 10.05.26 ein, um beim Offenen Treff mit uns im Quartierszentrum Soziale Stadt zu quatschen! Für Snacks und Getränke sorgen wir, ihr müsst nur eure Themen mitbringen 😊

Wir freuen uns auf euch! 🙌

Adresse:
Quartierszentrum Soziale Stadt - Pariser Viertel
Planiger Straße 4
55543 Bad Kreuznach
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Bündnis 90 / Die Grünen - Kreisverband Bad Kreuznach sind weder Veranstalter noch Verantwortlicher für die beworbene Veranstaltung. Bei Fragen und Anregungen wendet euch bitte direkt an @landesjugendbeirat_rlp

Warum wenig Frauen und junge Menschen in kommunalen Gremien sitzen. Ein Kommentar.
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Warum wenig Frauen und junge Menschen in kommunalen Gremien sitzen. Ein Kommentar.

In vielen kommunalpolitischen Gremien finden Sitzungen zu Zeiten statt, die für einen großen Teil der Bevölkerung schwer wahrnehmbar sind. Späte Abendtermine oder Sitzungen am frühen Mittag kollidieren regelmäßig mit Beruf, Kinderbetreuung, schulischen Verpflichtungen und familiären Aufgaben.

Die Folge ist nicht mangelndes Interesse, sondern eine strukturelle Hürde: Menschen müssen sich zwischen Teilnahme und Alltagsverpflichtungen entscheiden

Die Frage ist nicht:
„Wer interessiert sich für Politik?“
Sondern:
„Wer kann sich das gerade leisten?“

Und genau da beginnt das Problem. Wir tun oft so, als wäre Gleichstellung ein Ziel, an dem wir „noch ein bisschen arbeiten müssen“.
Aber ehrlich gesagt: Gleichstellung ist kein Zukunftsprojekt – sie ist längst überfällig. Und trotzdem sind die Strukturen immer noch so gebaut, dass viele Menschen faktisch ausgeschlossen werden.

Wer kümmert sich um Kinder?
Wer übernimmt Pflege?
Wer reduziert Arbeitszeit?
Es sind immer noch überwiegend Frauen.

Und gleichzeitig erwarten wir, dass genau diese Menschen abends in endlosen Sitzungen sitzen, komplexe politische Arbeit leisten und „nebenbei“ Verantwortung übernehmen.
Das ist kein individuelles Problem.
Das ist ein strukturelles Versagen.
Denn so, wie unsere Kommunalpolitik organisiert ist, bevorzugt sie ganz bestimmte Lebensrealitäten – und schließt andere systematisch aus.

Und das müssen wir klar benennen: Das ist nicht neutral. Das ist ungerecht.
Wenn wir das ändern wollen, reicht es nicht, an Symptomen herumzudoktern. Wir brauchen einen echten Perspektivwechsel.
Das heißt: Wir hören auf, Vereinbarkeit als private Herausforderung abzutun. Und fangen an, sie als politische Aufgabe zu begreifen.
Wir stellen nicht mehr die Frage: „Wie schaffen es Einzelne trotzdem?“
Sondern: „Warum machen wir es ihnen so schwer?“

Und dann handeln wir auch entsprechend:
Wir verändern Sitzungsstrukturen radikal – kürzer, flexibler, hybrid.
Wir sorgen dafür, dass Care-Arbeit nicht länger unsichtbar bleibt, sondern mitgedacht und mitfinanziert wird.
Wir akzeptieren nicht mehr, dass Engagement und Ehrenamt ein Zeitluxus sind.
Und wir schaffen Räume, in denen mehr Menschen tatsächlich mitentscheiden können – nicht nur theoretisch.

Denn eine Demokratie, an der nicht alle teilnehmen können, ist keine vollständige Demokratie.
Gleichstellung bedeutet nicht, alle gleich zu behandeln. Gleichstellung bedeutet, ungleiche Voraussetzungen aktiv auszugleichen.
Und ja: Das erfordert Veränderung. Es erfordert, Gewohnheiten zu hinterfragen. 
Und es erfordert, Verantwortung gerechter zu verteilen. Es ist unbequem.

Aber genau das ist unsere Aufgabe.
Nicht irgendwann.
Nicht schrittweise.
Sondern jetzt.

Der Kreisverband in Social-Media