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Ortsverband Guldenbachtal

Straßenschild Ernst-Ludwig-Straße mit rot durchgestrichenem Zusatzschild, das an den Ortsbürgermeister Ernst Ludwig Pies erinnert

Ehrenschild für NS-Gemeindevorsteher Pies entfernt: Umbenennung bleibt unser Ziel

Ein wichtiges Zeichen gegen die Verharmlosung der NS-Zeit: Auf unseren gemeinsamen Antrag mit der SPD hat der Ortsgemeinderat Langenlonsheim am 25. Juni 2026 beschlossen, das Ehrenschild für den früheren Gemeindevorsteher und Nationalsozialisten Ernst Ludwig Pies an der Ernst-Ludwig-Straße zu entfernen. Über dieses Ergebnis freuen wir uns. Für uns ist es aber erst der Anfang.

Warum wir den Antrag gestellt haben

Den Antrag haben wir gemeinsam mit der SPD-Fraktion eingebracht. Er stützt sich auf gründliche Recherche: Wir haben die Rolle von Ernst Ludwig Pies in der NS-Zeit anhand von Quellen im Landeshauptarchiv Koblenz und der bei SPIEGEL veröffentlichten Datenbank früher NSDAP-Mitglieder belegt. Für die Grünen hat unser Fraktionssprecher Karl-Wilhelm Höffler diese Belege im Rat vorgetragen. Seinen Redebeitrag dokumentieren wir im Wortlaut:

Wir, Mehmet Bekdemir und ich, haben uns die Begründung für den gemeinsamen Antrag aufgeteilt.

In Langenlonsheim gibt es zwei Straßen, die an ehemalige Ortsbürgermeister erinnern, die Schmittstraße und die Ernst-Ludwig-Straße. Die eine bezieht sich auf den Ortsvorsteher Johann Schmitt, die andere auf den Ortsvorsteher Ernst-Ludwig-Pies. Unter beiden Straßenschildern hat die Ortsgemeinde ein kleines Schild angebracht, das einen ehrenden Bezug zu diesen Personen herstellt.

Der eine von beiden hat das verdient: Johann Schmitt, der sein Vermögen der Ortsgemeinde vermacht hatte, um ein konfessionsübergreifendes Krankenhaus zu errichten. Leider konnte dieser Plan durch die Inflation der 1920er Jahre nicht umgesetzt werden.

Der andere hat diese Ehrung nicht verdient: Ernst Ludwig Pies, Bürgermeister von 1924 bis 1942. Er trat am 1. Dezember 1930 in die NSDAP ein und war damit einer der ersten 6 NSDAP-Mitglieder mit Bezug zu Langenlonsheim. Das sagt die bei SPIEGEL-online veröffentlichte Datenbank. Er war also einer der Gründer der NSDAP-Ortsgruppe in Langenlonsheim und durch sein Amt in der Lage, für seine Partei zu werben. Im Landeshauptarchiv Koblenz gibt es Unterlagen, die ihn als den „Trommler von Mittelrhein" bezeichnen. Ab 1932 gehörte er über vier (damals kurze) Wahlperioden dem Reichstag an. Er gehörte damit zu den Personen, die dazu beitrugen, die Weimarer Republik zu Grunde zu richten und die Demokratie in Deutschland zu beseitigen. Er hat es nicht verdient, dass er durch ein ergänzendes Schild zum Straßennamen im öffentlichen Raum geehrt wird.

Deshalb treten wir mit diesem Antrag dafür ein, das ehrende Schild zu entfernen. Die Grünen haben in der Vergangenheit klar Position bezogen: Diese Straße sollte umbenannt werden. Aber als ersten Schritt sollte das ehrende Andenken von dem Straßenschild entfernt werden.

Als in den vermutlich 1950er Jahren die Straße ihren Namen bekam, war schon damals mit ziemlicher Sicherheit ein Schamgefühl mit im Raum, als der Gemeinderat abstimmte. Denn es hat ja seinen Grund, dass bei diesem Straßennamen der Nachname weggelassen wurde. Ein völlig unübliches Verfahren bei Straßenbenennungen. Es war allen damals schon klar, für was Ernst-Ludwig Pies stand. Ich würde mir wünschen, dass etwas von diesem Schamgefühl hinsichtlich der Benennung einer Straße nach einem Ortsbürgermeister, der Mitglied und Förderer der NSDAP war, auch heute noch im Rat vorhanden ist.

Vielen Dank!

Die Entscheidung im Rat

Der Antrag war umstritten. Auch die SPD stand klar dahinter: Ihr Fraktionsvorsitzender Mehmet Bekdemir erinnerte daran, dass Pies mitgestimmt habe, „Menschen zu verfolgen". Aus der CDU kam Widerspruch, und einzelne Stimmen gaben zu bedenken, dass Pies' Amt als Gemeindevorsteher ein Teil der Langenlonsheimer Geschichte sei. Am Ende stimmte der Rat mit 7 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung für die Entfernung des Schildes. Wir sind froh, dass eine Mehrheit diesen Schritt mitgetragen hat, und danken allen, die dafür gestimmt haben. Über die Sitzung berichtete auch der Öffentliche Anzeiger unter dem Titel „Pies-Schild in Langenlonsheim soll weg" (Bericht: Dieter Ackermann).

Für uns bleibt es der erste Schritt

So sehr wir uns über die Entfernung des Schildes freuen: Damit ist es für uns nicht getan. Ein Straßenname ist eine Ehrung. Diese Ehrung hat sich ein Mann, der die NSDAP-Ortsgruppe mitbegründet und als Reichstagsabgeordneter am Ende der deutschen Demokratie mitgewirkt hat, nicht verdient. Deshalb treten wir weiter dafür ein, die Ernst-Ludwig-Straße umzubenennen.

Dass wir mit dieser Haltung nicht allein sind, zeigt eine Zuschrift an den Öffentlichen Anzeiger. Leser Roland Bonaventura schreibt:

Ein Schandfleck wird beseitigt!

Endlich scheint der Gemeinderat die früheren falschen Entscheidungen seiner Vorgänger/innen zu korrigieren. Nicht nachvollziehbar war für mich schon immer, warum man der Straße nur den Vornamen (Ernst-Ludwig) gegeben und den Nachnamen Pies weggelassen hat.

Die Entfernung des Zusatzschildes, welches nur dessen Amtszeit enthält, darf nur die erste Maßnahme sein. Meines Erachtens muss in letzter Konsequenz die Straße gänzlich umbenannt werden.

Straßennamen für Personen sind Ehrbezeichnungen. Diese hat sich der nachweislich stramme Nationalsozialist Pies nicht verdient. Hat er doch unter anderem im März 1933 im Reichstag auch mit seiner Stimme dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt und somit die Demokratie abgeschafft.

Die Äußerungen aus dem Gemeinderat, dass Pies tatsächlich Gemeindevorsteher war, würde konsequent weitergedacht bedeuten, dass man alle Orte, welche nach Adolf Hitler benannt wurden, auch nicht umbenennen müsste, da er ja auch Reichskanzler war……..

Diese Stimme aus der Bürgerschaft bestärkt uns. Das Ehrenschild fällt, und das ist ein guter Tag für die Erinnerungskultur in Langenlonsheim. Wir bleiben dran, bis aus diesem ersten Schritt die Umbenennung der Straße geworden ist.

 Verkehrsschild einer Tempo-30-Zone an der Kreuznacher Straße Ecke Lindelstraße in Guldental

Weitere Tempo-30-Zone in Guldental

Jetzt hängen die Schilder, die das Wohngebiet zwischen der Kreuznacher Straße und dem Guldenbach in Guldental als Tempo-30-Zone ausweisen.

Im Sommer 2025 starteten zwei Anwohnerinnen eine Unterschriftensammlung mit der Forderung nach einer Tempo-30-Zone in ihrem Wohngebiet, um die Sicherheit und die Lebensqualität zu verbessern. Die Initiative fand große Unterstützung in der Bevölkerung. Die Unterschriften wurden noch im Laufe des Sommers 2025 an den Ortsbürgermeister übergeben.

Auf Antrag der GRÜNEN-Fraktion beschloss der Ortsgemeinderat am 29. Juli 2025 mit knapper Mehrheit die Einrichtung einer Tempo-30-Zone für das Wohngebiet. Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit zwischen der Verbandsgemeindeverwaltung und der Ortsgemeindeverwaltung.

Dazu erklärt Karl-Wilhelm Höffler, Sprecher der GRÜNEN in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg:

„Das Beispiel der engagierten Guldentaler Bevölkerung zeigt: Engagement vor Ort in der eigenen Gemeinde lohnt sich. Wenn sich viele Bürgerinnen und Bürger zusammenschließen und eine solche Initiative anschließend im Ortsgemeinderat umgesetzt wird, können die Lebensqualität und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen deutlich verbessert werden.“

Verkehrsschild einer Tempo-30-Zone an der Kreuznacher Straße Ecke Auf dem Wörth in Guldental
Foto: PiA Müller
Verkehrsschild einer Tempo-30-Zone an der Kreuznacher Straße Ecke Lindelstraße in Guldental
Foto: PiA Müller

v. i. S. d. P.:
Karl-Wilhelm Höffler
Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ortsverband Guldenbachtal, Sprecher
28. Juni 2026

Verschiedene Kirschsorten in Körben auf einem Tisch, daneben Bücher über alte Obstsorten und Steinobst im Mittelrheintal

GRÜNE auf den Streuobstwiesen in Guldental

Die GRÜNEN im Guldenbachtal haben auf Einladung der BUND-Gruppe Guldental die Streuobstwiesen rund um Guldental besucht. Hans Faus führte die Gruppe durch die umfangreichen Obstflächen und informierte über Baumpflege und fachgerechten Baumschnitt – ein Vorzeigeprojekt für den Erhalt der Kulturlandschaft.

„Es ist großartig zu sehen, wie umfangreich die Streuobstflächen rund um Guldental sind und mit welchem Engagement sie gepflegt werden. Ein solches Projekt wäre ohne den ehrenamtlichen Einsatz der örtlichen BUND-Gruppe und die Unterstützung der Ortsgemeinde nicht möglich."

Besonders beeindruckten die reifen Kirschen der vielen unterschiedlichen Sorten. Hans Faus erläuterte dazu:

„Die dunkelsten Kirschen sind nicht unbedingt die süßesten. Jede Kirschsorte hat ihren ganz eigenen Charakter."

Zum Abschluss bedankte sich Karl-Wilhelm Höffler für die Führung:

„Wir sind sehr froh, dass es in unserer Verbandsgemeinde Menschen wie Hans Faus und die BUND-Gruppe gibt, die sich mit großem ehrenamtlichem Engagement für den Erhalt und die Pflege unserer Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen einsetzen. Das, was in Guldental aufgebaut wurde, kann als Vorbild für die Pflege von Ausgleichsflächen in anderen Gemeinden dienen. Wichtig ist dabei auch die Unterstützung durch die Ortsgemeinden. Die GRÜNEN werden sich weiterhin für Streuobstanpflanzungen und die Pflege von Streuobstflächen einsetzen."

Hans Faus erläutert der Gruppe die Guldentaler Streuobstwiesen
Foto: Karl-Wilhelm Höffler

v. i. S. d. P.:
Karl-Wilhelm Höffler
Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ortsverband Guldenbachtal, Sprecher
25. Juni 2026

Mitglieder der GRÜNEN in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg bei der Mitgliederversammlung

GRÜNE Landtagsfraktion informiert vor Ort

„Die Landtagswahl hat zu einer CDU/SPD-Landesregierung geführt. Die GRÜNEN sind Teil der Landtagsopposition geworden. Das sehen wir als Herausforderung und Chance zugleich.“

In einer gut besuchten Mitgliederversammlung der GRÜNEN in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg erläuterte Lisett Stuppy, grüne Landtagsabgeordnete, die Strategie ihrer neuen Landtagsfraktion.

„Unsere Chance besteht darin, in der Fläche des Landes präsent zu sein und die Bedürfnisse der Regionen authentisch im Mainzer Landtag vertreten zu können. Die grüne Politik in der neuen Wahlperiode soll vor allem den Alltag der Menschen erleichtern und bürgernahe Themen aufgreifen: Bildung, öffentlicher Personennahverkehr, regionale Gesundheitsversorgung sowie die Inklusion von Menschen mit Krankheit und Behinderung in das öffentliche Leben. Klimaschutz, Umweltschutz und die Integration geflüchteter Menschen bleiben weiterhin zentrale Themen der GRÜNEN.“

Karl-Wilhelm Höffler, Sprecher der GRÜNEN im Guldenbachtal und Mitglied des Ortsgemeinderats Langenlonsheim, ergänzte:

„Die aktuelle Situation bietet uns GRÜNEN in den Kommunen die Chance, unsere Anliegen ungefiltert von Koalitionsverpflichtungen in den Mainzer Landtag einbringen zu können. Eine grüne Partei in der Opposition kann regionale Themen durch Landtagsanfragen und in den Ausschüssen des Landtags gezielt zur Sprache bringen. Wir GRÜNE im Guldenbachtal werden diese Chance nutzen.“

v. i. S. d. P.:
Karl-Wilhelm Höffler
Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ortsverband Guldenbachtal, Sprecher
7. Juni 2026

DIE GRÜNEN: Engagement für Gegenwart und Zukunft

DIE GRÜNEN: Engagement für Gegenwart und Zukunft

Unter dem Motto „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: engagiert für Gegenwart und Zukunft“ diskutierte der GRÜNE Ortsverband Guldenbachtal in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg die Herausforderungen des im nächsten Jahr anstehenden Landtagswahlkampfs.

Zu Gast war der grüne Direktkandidat für den Wahlkreis 17, Franz Preis. In intensiver Diskussion wurde herausgearbeitet, dass die GRÜNEN ihre Vorschläge sowohl für Gegenwarts- als auch für Zukunftsfragen im Wahlkampf deutlich machen wollen.

Dazu Karl-Wilhelm Höffler vom Vorstand der GRÜNEN in der Verbandsgemeinde:
„Politik muss heute Antworten liefern auf die vielen Fragen, vor denen unsere Gesellschaft steht. Bildungspolitik und damit auch Integrationspolitik sind für die GRÜNEN wichtige Stichworte. Bezahlbarer Mietwohnraum, gerade für junge Familien, wird in unseren Dörfern gebraucht. Eine moderne Energiepolitik hat die Entwicklung erneuerbarer Energien wie Windkraft und Photovoltaik im Blick. Wärmepumpen müssen weiter öffentlich gefördert werden, um die Heizung von Häusern und Wohnungen auch künftig bezahlbar zu halten. Beim Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen wie Wasser, Luft, Natur sowie Tier- und Pflanzenwelt sind die GRÜNEN seit Jahren vor Ort sowie auf Landes- und Bundesebene aktiv. Eine moderne Wirtschaftspolitik unterstützt die Unternehmen beim notwendigen Strukturwandel. Der öffentliche Personennahverkehr muss weiterhin aus Steuermitteln unterstützt werden, um in der Region attraktiv zu bleiben. Zu all diesen Themen werden die GRÜNEN im Landtagswahlkampf ins Gespräch kommen.“

Franz Preis ergänzte: „Grüne Politik muss für die Bürgerinnen und Bürger konkret, verständlich und nachvollziehbar sein, und der Nutzen für den Einzelnen und die Allgemeinheit muss klar vor Augen liegen. Dafür engagiere ich mich als Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Region Bad Kreuznach. Klimaschutz ist für uns ein sehr wichtiges Thema – eine Überlebensfrage für viele Regionen der Welt. Dieser Verantwortung stellen sich die GRÜNEN auch lokal. Klimaschutz muss sozial gerecht und wirtschaftlich sinnvoll gestaltet werden. Ganz wichtig ist für mich auch, dass die Vielfalt unserer Gesellschaft gesehen und anerkannt wird. Meine Familie ist ein Beispiel für eine vielfältige und bunte Familie – und genau diese Vielfalt brauchen wir auch im Mainzer Landtag.“

 

Wasserrückhalt im Wald

Wasserrückhalt im Wald

Veranstaltung Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ortsverband Guldenbachtal am 15. Oktober 2025 in Langenlonsheim

Wie lässt sich Wasser im Wald besser speichern und Schäden durch Starkregen und Dürren vermindern? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung zum Thema „Wasserrückhaltung im Wald“, zu der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am 15. Oktober in den Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Langenlonsheim Stromberg eingeladen hatten.

Der Forstrevierleiter Lorenz Berger, Landesforsten zeigte anschaulich, wie mit einfachen, naturnahen Maßnahmen großer Nutzen erzielt werden kann. Durch Flutmulden, Rückleitungen und Versickerungsflächen entlang von Waldwegen wird Regenwasser am Entstehungsort gebremst und in die Fläche geleitet. Das verringert Überflutungen bei Starkregen und spart hohe Kosten für den Wiederaufbau von Infrastruktur. Naturnahe Mischwälder speichern große  Mengen Wasser und sind in Dürrezeiten von unschätzbarem Wert und ein wichtiger Beitrag zur Klimaanpassung.

Anhand von Sturzflut- und Waldkarten wurden praxisnahe Beispiele vorgestellt, wie Kommunen mit überschaubarem Aufwand Projekte umsetzen können. Dabei ist das Wichtigste, dass das Wasser möglichst weit oben auf den Höhen zurückgehalten wird und dort versickern kann. Dies ist kosteneffizienter und wirksamer als der Bau teurer Rückhaltebecken am Talboden. Entscheidend dafür sei die Zusammenarbeit mit den Forstrevierleitern, Flächeneigentümern und Behörden, um Maßnahmen effizient zu planen und kostengünstig umzusetzen.

Dabei wurde insbesondere deutlich: Wasser hält sich nicht an Gemeindegrenzen. Eine erfolgreiche Wasserrückhaltung gelingt nur, wenn Kommunen gemeinsam handeln. So lassen sich durch einen Zusammenschluss der Gemeinden im Einzugsgebiet des Guldenbachs zu einem Gewässerzweckverband und Ausschreibung bündeln. Auch Fördermittel, etwa aus der Aktion Blau Plus des Landes Rheinland-Pfalz, könnten gemeinsam beantragt werden.

„Das Thema Wasserrückhalt ist für alle Kommunen wichtig. Je mehr Wasser wir in der Fläche halten, desto mehr Grundwasser wird neugebildet und desto besser schützen wir unsere Dörfer vor Hochwasser und stärken gleichzeitig unsere Wälder“, betont Karl-Wilhelm Höffler, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in der Ortsgemeinde Langenlonsheim. „Wir GRÜNEN unterstützen alle kommunalen Akteure, welche dieses Thema angehen möchten. Wir rufen daher alle kommunalen Verantwortlichen auf, sich im kommenden Workshop der Verbandsgemeindeverwaltung zum Thema Gewässer-Zweckverband zu informieren und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.“, so Tim Markovic, Sprecher des Ortsverbandes.

Alle Bürgerinnen und Bürger können sich auch über die Risikolage durch Sturzfluten in ihrem Ort informieren: https://wasserportal.rlp-umwelt.de/auskunftssysteme/sturzflutgefahrenkarten.

Einladung zur öffentlichen Diskussion zum Thema Wasserrückhaltung

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,


die Rückhaltung von Regenwasser im Wald und in der Gemarkung ist im Zuge des Klimawandels zu einem immer wichtigeren Thema geworden. Regenrückhaltung kann bei Starkregenereignissen vor Überflutungen und Schäden schützen. Gleichzeitig trägt die Rückhaltung von Regen- und Quellwasser dazu bei, die Feuchtigkeit im Wald zu erhalten und ihn in Zeiten großer Trockenheit zu schützen und unsere schwindenden Grundwasserreserven zu stärken.

Wasserrückhaltung erfordert aktive Maßnahmen vor Ort in unseren Wäldern: in den Landesforsten, im kommunalen Wald und in privaten Waldflächen.

Die Mitarbeiter*innen der Landesforsten Rheinland-Pfalz können kommunalpolitisch Engagierten wertvolle Hinweise zu diesem Thema geben.

Für eine Informationsveranstaltung konnten wir den Förster und Forstrevierleiter Herrn Lorenz Berger gewinnen.

Unter dem Thema: „Wasserrückhaltung im Wald“ laden wir Euch/Sie herzlich zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung ein: am Mittwoch, 15. Oktober 2025, um 19:00 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg Naheweinstraße 80 55450 Langenlonsheim

Mit freundlichen Grüßen
Tim Markovic und Karl-Wilhelm Höffler
Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Guldenbachtal, Sprecher

Pressemitteilung: GRÜNE fordern mehr Einsatz der Ortsgemeinde

In ihrer jüngsten Fraktionssitzung haben die GRÜNEN in der Ortsgemeinde Langenlonsheim über regionale Möglichkeiten zur Umsetzung der Energiewende beraten. Besonders positiv hoben sie dabei das Förderprogramm für Balkonkraftwerke hervor, das von der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg initiiert wurde.

Mit Blick auf die Windenergie – einem zentralen Pfeiler der Energiewende – fordern die GRÜNEN die konkrete Planung von vier bis fünf Anlagen auf Langenlonsheimer Gemarkung. Vorgesehen sind hierfür Flächen außerhalb des Waldes, entlang des Weges zur Mülldeponie.

Fraktionsvorsitzender Karl-Wilhelm Höffler erklärte: „Die Verbandsgemeinde hat diese Flächen bereits für Windenergieanlagen vorgesehen. Nun gilt es, die Umsetzung voranzubringen. Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und unerlässlich für den Klimaschutz. Sie darf auch in Langenlonsheim nicht scheitern.“

Ellen Lemmer, ebenfalls Mitglied der GRÜNEN im Ortsgemeinderat, ergänzte: „Von möglichen Windrädern in Langenlonsheim könnten nicht nur die Bürgerinnen und Bürger durch günstigere lokale Stromtarife profitieren. Auch die Ortsgemeinde und Nachbargemeinden würden zusätzliche Einnahmen erzielen. Wer diese Chance blockiert, verschließt die Augen vor den ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft.“

v.i.S.d.P.: Karl-Wilhelm Höffler, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Vorstandssprecher Ortsverband
Guldenbachtal
15. September 2025

Grüner Antrag „Nördlicher Ortsausgang“ Langenlonsheim

Sehr geehrter Herr Ortsbürgermeister,

hier übersenden wir Ihnen einen Antrag zur nächsten Sitzung des Ortsgemeinderates.

Antrag „Nördlicher Ortsausgang“

Die Ortsgemeinde Langenlonsheim gestaltet den nördlichen Ausgang des Ortes (Naheweinstraße):

  • Die Ortsgemeinde Langenlonsheim lässt das Ortsschild Langenlonsheim um 200m in Richtung Norden verschieben.
  • Die Ortsgemeinde Langenlonsheim ergreift geeignete Maßnahmen, um die Naheweinstraße von der Ampelkreuzung bis zum nördlichen Ortseingang als Allee zu gestalten. Dazu gehört eine Anpflanzung von Bäumen auch entlang der östlichen Seite der Naheweinstraße.

Begründung

  • Das neue Baugebiet macht es nötig, den Verkehr schon weiter nördlich als bisher auf innerörtlichen Verkehr auszurichten.
  • Eine Allee, die von der Ampelkreuzung zum nördlichen Ortseingang führt, wäre ein ansprechendes Entrée für unsere Ortsgemeinde.
  • Weitere Begründung mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Wilhelm Höffler

Fraktionsvorsitzender

GRÜNE besuchen die Wohnungslosenhilfe an der Eremitage Bretzenheim

Bei ihrem jüngsten Sommerspaziergang besuchten die GRÜNEN der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg die Einrichtung zur Wohnungslosenhilfe der Kreuznacher Diakonie „Eremitage Bretzenheim“.

Beeindruckt zeigen sich die GRÜNEN von den vielfältigen Angeboten der Einrichtung zur Begleitung von obdachlosen Menschen und von Menschen mit besonderen sozialen Problemlagen. Auch Projekte zur beruflichen Qualifizierung für den ersten Arbeitsmarkt sind möglich.

Besonders hervorzuheben ist die Vernetzung der Einrichtung – nicht nur mit anderen sozialen Einrichtungen der Kreuznacher Diakonie, sondern auch mit den Dörfern der Umgebung. Zwei Bauwagen machen es möglich, dass am Wochenende das „Café Löwenzahn“ geöffnet hat und kreative Produkte gezeigt werden können.

Dazu Karl-Wilhelm Höffler, Mitglied im Ortsgemeinderat Langenlonsheim: „Die neu erstellte Brücke über den Guldenbach und der Radweg entlang des Langenlonsheimer Schwimmbads bindet die Eremitage endlich wieder direkt an die Ortsgemeinde Langenlonsheim an. Bei unserem Besuch herrschte großer Andrang beim Bücherflohmarkt der Eremitage. Die Besucherinnen und Besucher können dort aus etwas 50.000 Büchern auswählen. Jede und jeder kann in den Regalen fündig werden. Die Bücherflohmärkte finden jeden ersten Samstag im Monat von 9.30 bis 14 Uhr statt. Wer gebrauchte Bücher für den Bücher-Flohmarkt abgeben möchte, kann diese dienstags zwischen 9 und 14 Uhr vorbeibringen. Und das Wichtigste: Die Erlöse unterstützen die Einrichtung der Wohnungslosenhilfe auf der Eremitage und machen besondere kreative und ergotherapeutische Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung möglich. Auch unsere grüne Gruppe fand etliche interessante Bücher.“

Der Sommerspaziergang der GRÜNEN klang dann aus mit Kaffee und Kuchen im Café Löwenzahn. Dieses Bauwagen-Café bietet zwischen Ostern und Oktober samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr Kuchen, kleine Snacks sowie kalte und warme Getränke.

v.i.S.d.P.:
Karl-Wilhelm Höffler, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ortsverband Guldenbachtal, Sprecher
9. August 2025

Foto: Karl-Wilhelm Höffler

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