Waldbrand zeigt: Klimaschutz ist nicht optional

Hitzewelle zeigt Handlungsbedarf, Klimaanpassung ist keine Ideologie, sondern Verantwortung

Extremwetter ist längst keine Ausnahme mehr. Gerade der Kreis Bad Kreuznach gehört zu den wärmsten und zugleich regenärmsten Regionen Deutschlands. Die Folgen sind bereits heute spürbar, für die Gesundheit der Menschen, für unsere Natur, für die Landwirtschaft und den Weinbau sowie für die kommunale Infrastruktur.

Es ist keine Zeit mehr für ideologische Debatten. Der Klimawandel mit all seinen Folgen ist längst Realität. Wir müssen uns so aufstellen, dass wir mit Hitze, Dürre und Starkregen besser umgehen können.
Wir fordern deshalb, Hitzeschutz und Klimaanpassung zu kommunalen Schwerpunktaufgaben zu machen. Dazu gehören unter anderem ein wirksamer Hitzeaktionsplan nach dem Vorbild von Städten wie Worms, öffentliche Trinkwasserangebote, mehr Schatten und Begrünung im öffentlichen Raum sowie der Schutz besonders gefährdeter Menschen.

Darüber hinaus müssen Städte und Gemeinden konsequent in die Zukunft investieren. Mehr Bäume an Straßen, Schulen und Spielplätzen, die Entsiegelung versiegelter Flächen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie sogenannte „Schwammstadt“-Konzepte helfen dabei, Hitze zu reduzieren und Regenwasser dort zu speichern, wo es fällt. 

Der Waldbrand in Traisen zeigt zudem, wie wichtig ein leistungsfähiger Katastrophenschutz und eine gute Vorbereitung auf Extremereignisse sind. Unser Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen für die Sicherheit der Menschen sorgen. Gleichzeitig müssen wir die Erfahrungen aus solchen Ereignissen nutzen, um den Schutz unserer Wälder, unsere Vorsorgekonzepte und die Zusammenarbeit aller Beteiligten weiterzuentwickeln. 

Dazu braucht es verstärkte Investitionen in den Hochwasserschutz. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich lange Trockenphasen und Starkregenereignisse immer häufiger abwechseln. Deshalb müssen Rückhalteflächen gesichert, Gewässer renaturiert und die kommunale Infrastruktur besser auf Extremwetter vorbereitet werden.

Klimaanpassung schützt Menschen, sichert unsere Lebensgrundlagen und stärkt langfristig unsere Heimat. Sie ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in die Zukunft. Wer heute vorsorgt, verhindert morgen größere Schäden und spart langfristig hohe Folgekosten.

Wir sehen darin eine Gemeinschaftsaufgabe, die über Parteigrenzen hinausgeht. Der Schutz der Bevölkerung, unserer Natur und der regionalen Wirtschaft sollte alle politischen Ebenen verbinden. Denn die Folgen des Klimawandels machen keinen Unterschied zwischen politischen Überzeugungen – sie betreffen uns alle. Jetzt ist der Zeitpunkt, entschlossen zu handeln

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